{"id":1714,"date":"2013-01-24T19:58:14","date_gmt":"2013-01-24T18:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=1714"},"modified":"2013-01-25T08:49:51","modified_gmt":"2013-01-25T07:49:51","slug":"von-der-kunst-zur-wissenschaft-eine-neue-dissertation-ueber-wilhelm-ostwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/history-of-information-systems\/von-der-kunst-zur-wissenschaft-eine-neue-dissertation-ueber-wilhelm-ostwald\/","title":{"rendered":"Von der Kunst zur Wissenschaft &#8211; eine neue Dissertation &uuml;ber Wilhelm Ostwald"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/digital.bibliothek.uni-halle.de\/hs\/urn\/urn:nbn:de:gbv:3:4-8878\">&quot;Von der Kunst zur Wissenschaft und zur&uuml;ck : Farbenlehre und &Auml;sthetik bei Wilhelm Ostwald (1853 &#8211; 1932)&quot;<\/a> ist der Titel einer umfangreichen aber auch inhaltsschweren Dissertation an der Universit&auml;t Halle von Albrecht Pohlmann aus dem Jahre 2010.<\/p>\n<p>Auch wer sich nicht f&uuml;r Ostwalds Farbenlehre interessiert, findet neben einer Einordnung von Ostwalds Br&uuml;cke-Aktivit&auml;ten im Kapitel &quot;4. 2. 2 Weltmedien: Ostwalds Organisations- und Normungsvorhaben&quot; auch so medienhistorisch interessante Kapitel wie &quot;8.3. Das vervielf\u00e4ltigte Bild&quot; mit dem Unterkapitel &quot;8. 3. 2 Reproduktion, Vervielf\u00e4ltigung, Massenkunst&quot; sowie &quot;8. 4. Praxis der &#8218;technischen Reproduzierbarkeit&#8217;&quot; mit Unterkapiteln &quot;8. 4. 1 Katatypie und Ionographisches Pausverfahren&quot; und zur Fotografie oder &quot;8. 5 Die Zeitlichtkunst: Eine medientechnische Idee&quot;.<\/p>\n<p>Zusammenfassung:<\/p>\n<blockquote><p>&quot;Der 1909 mit dem Nobelpreis f&uuml;r Chemie geehrte Wilhelm Ostwald (1853-1932) geh&ouml;rt zu den Naturwissenschaftlern, welche sich den Grundlagen der visuellen Gestaltung widmeten. Die Dissertation stellt erstmals umfassend die Genese seiner Farbenlehre im naturwissenschaftlichen, kunstpolitischen, kunstgeschichtlichen und \u00e4sthetischen Kontext ihrer Zeit dar. Seit 1903 widmete er sich der Maltechnik, um schlie\u00dflich 1914 im Auftrag des Deutschen Werkbundes einen Farbenatlas zu erarbeiten. Sein Ziel war es, angesichts der verwirrend gro\u00dfen Zahl neuer Farbmittel eine verbindliche Farbenordnung als Verst\u00e4ndigungsmittel f\u00fcr K\u00fcnstler, Gestalter und Architekten zu schaffen. Daf&uuml;r entwickelte er eine neue Theorie der K&ouml;rperfarben auf der Grundlage der Vierfarben-Theorie von Ewald Hering, welche es erm&ouml;glichte, Farben auf eine einfache Art und Weise zu messen. Zugleich leitete er aus den Ordnungsprinzipien seines Farbsystems (ein Farbk\u00f6rper in Form eines Doppelkegels) eine Farbenharmonielehre ab. Nach dem Ersten Weltkrieg stie\u00df er damit auf den Protest besonders der expressionistischen K\u00fcnstler. Interesse fand seine Lehre dagegen bei Konstruktivisten und Funktionalisten, so bei der niederl\u00e4ndischen \u201eDe-Stijl\u201c-Gruppe, der russischen Avantgarde und am Bauhaus, wo Ostwald 1927 auf Einladung von Walter Gropius lehrte. Hauptziel seiner kunsttechnologischen Forschungen war es, im Zeitalter der zweiten wissenschaftlich-technischen Revolution eine universelle Grammatik der Bildmedien zu schaffen. Daher r&uuml;hrte auch sein Interesse an der Fotografie, am abstrakten Film und an Bild&uuml;bertragungs-Verfahren. Die Reproduzierbarkeit von Kunstwerken erschien ihm als Gebot einer demokratischen Gesellschaft. Seine praktischen kunsttechnologischen Versuche waren in eine umfassende Kunst- und Medientheorie eingebettet, die Ostwald auf der Grundlage seiner &quot;Energetik&quot; (1891) und seiner positivistischen &quot;Naturphilosophie&quot; (1902) entwickelt hatte.&quot;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&quot;Von der Kunst zur Wissenschaft und zur&uuml;ck : Farbenlehre und &Auml;sthetik bei Wilhelm Ostwald (1853 &#8211; 1932)&quot; ist der Titel einer umfangreichen aber auch inhaltsschweren Dissertation an der Universit&auml;t Halle von Albrecht Pohlmann aus dem Jahre 2010. 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