{"id":280,"date":"2009-12-09T19:19:21","date_gmt":"2009-12-09T18:19:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=280"},"modified":"2009-12-09T15:19:33","modified_gmt":"2009-12-09T14:19:33","slug":"konvergenzen-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/konvergenzen-1\/","title":{"rendered":"Konvergenzen 1"},"content":{"rendered":"<p>Den Zusammenhang von Informationskompetenz und Kreativit&auml;t habe ich ja <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=259\">hier schon mal erw&auml;hnt<\/a>. So hat auch das Thema Zugang bzw. Open Access etwas mit Innovation und Kreativit&auml;t zu tun, wie es etwas die <a href=\"http:\/\/fcforum.net\/\">&quot;Charter for Innovation, Creativity and Access to Knowledge : Citizens\u2019 and artists\u2019 human rights in the digital age&quot;<\/a> betont!<\/p>\n<p>Im Rahmen von Vorbereitungen f\u00fcr einen Innovationsprozess, an dem ich beruflich beteiligt bin, habe ich im Buch &#8222;<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1007\/978-3-8349-9889-7\">Systemisches Innovations- und Kompetenzmanagement : Grundlagen &#8211; Prozesse &#8211; Perspektiven \/ von Gustav Bergmann, J&uuml;rgen Daub (2. Aufl. Wiesbaden : Gabler Verlag \/ GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2008)<\/a>&#8220; gest&ouml;bert und hier manches Interessante gefunden, was das Thema Informationskompetenz aus einer leicht ver&auml;nderten Sicht beleuchtet. Kompetenzentwicklung wird hier als &quot;F&auml;higkeit zur Selbstentdeckung und -erprobung&quot; (S. 75) beschrieben.<\/p>\n<blockquote><p>\u001cKompetenzen k&ouml;nnen nicht absolut und kontextneutral einer Person zugeordnet werden, sondern entwickeln sich in den jeweiligen sozialen Feldern interaktiv. (S.74)<\/p><\/blockquote>\n<p>Und weiter:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Kompetenzentwicklung entsteht aus der Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt. Es ist die Suche nach L&ouml;sungen aus dem Repertoire der vorhandenen Muster des Gelernten, wobei je nach Kompetenzgrad neue Verkn&uuml;pfungen von Mustern entstehen. Kompetenzentwicklung kann man daher als die Konstruktion neuer L&ouml;sungsmuster bezeichnen. Dabei ben&ouml;tigt der &quot;Kompetenzentwickler&quot; seine Umwelt als Anregung f\u00fcr seinen Entwicklungsprozess. Dieser Entwicklungsprozess verl&auml;uft allerdings auf der Grundlage seiner Konstruktionen, seiner Realit&auml;t, also auf zuvor Gelerntem. (S. 90)<\/p><\/blockquote>\n<p>Einen solchen Kompetenzbegriff kann man sicher nur schwer <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=248\">mit Standards<\/a> beschreiben. Vom Kontext losgel&ouml;ste Informationskompetenzaktivit&auml;ten bringen weniger!<\/p>\n<p>Auch die Teile des Buches zum Zusammenhang zwischen Information und Wissen habe ich mit Gewinn gelesen, z.B. dieses Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>Vom Individuum mit speziellem Vorwissen, der jeweiligen Situation, der Intelligenz und Pers&ouml;nlichkeit usw. h&auml;ngt es ab, wie die Information aufgenommen wird und welche Bedeutung sie hat \u2013 also welchen Unterschied sie macht, um damit neue Strukturen zu schaffen (&quot;in Form bringt&quot;). (S. 81)<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier folgt noch eine sch&ouml;ner Satz, der z.B. auch die Problematik notwendiger Ver&auml;nderungsprozesse in Bibliotheken beschreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Weil allerdings durch ein aktives Innovationsverhalten bestehende Strukturen und Prozesse in Frage gestellt, lieb gewordene Privilegien bedroht und eigene Kompetenzen entwertet werden, begrenzt man sich meistens auf die Optimierung des Bestehenden. (S. 50)<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf Seite 165 habe ich dann noch den sch&ouml;nen Begriff der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Inkompetenzkompensationskompetenz\">Inkompetenzkompensationskompetenz<\/a> gefunden. Die Vielfalt der Anforderungen im modernen Bibliotheksalltag k&ouml;nnen einzelne Personen heute nur mit dieser Metakompetenz sowie mit Hilfe eines guten Teams und einer aktiven Community bew&auml;ltigen. Man muss bereit sein, Nichtwissen und Inkompetenz zuzugeben und sich Rat von anderen holen.<\/p>\n<p>Zu Metakompetenzen, sicher ein Ziel jeder wirklichen Bildung, findet sich noch folgender Absatz:<\/p>\n<blockquote><p>Eine Kompetenz entsteht dann relational aus der Zuordnung dieser F&auml;higkeiten zu einem Akteur durch das soziale Umfeld. Eine Kernkompetenz w&auml;re in diesem Zusammenhang eine herausragende F&auml;higkeit. Als universelle Kategorie kann es bis zur Metakompetenz, also einer Kontext unabh&auml;ngigen Probleml&ouml;sf&auml;higkeit gehen, [&#8230;] Metakompetenz &auml;u&szlig;ert sich in einer in sich stimmigen Au&szlig;enwahrnehmung eines Akteurs oder eines Systems. Der metakompetente Akteur kann sich auf sehr unterschiedliche Kontexte sehr effektiv einstellen und verliert dabei seine einzigartige Identit&auml;t und F&auml;higkeit nicht. Metakompetenzen kann man insofern als absolute, nicht mehr relationale Kompetenz beschreiben. (S. 148)<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Zusammenhang von Informationskompetenz und Kreativit&auml;t habe ich ja hier schon mal erw&auml;hnt. So hat auch das Thema Zugang bzw. 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