{"id":291,"date":"2010-03-01T16:53:38","date_gmt":"2010-03-01T15:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=291"},"modified":"2010-05-03T14:36:40","modified_gmt":"2010-05-03T13:36:40","slug":"theoretisches-zum-thema-information-aus-deutschen-landen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/theoretisches-zum-thema-information-aus-deutschen-landen\/","title":{"rendered":"Theoretisches zum Thema Information aus deutschen Landen"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich in der <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?cat=9\">Blog-Kategorie &quot;Philosophy of information&quot;<\/a> bisher relativ oft anglo-amerikanische Autoren erw&auml;hnt habe (Ausnahme <a href=\"http:\/\/www.capurro.de\/\">Rafael Capurro<\/a>!), hier ein paar Hinweise auf philosophisch-theoretische Beitr&auml;ge zum Informations- und Bibliothekswesen aus deutschen Landen.<\/p>\n<ul>\n<li>Schon seit l&auml;ngerer Zeit verfolge ich den <a href=\"http:\/\/www.uebertext.org\/\">Blog &Uuml;bertext<\/a> von Adrian Pohl, der sich unter anderem auch mit <a href=\"http:\/\/www.uebertext.org\/2010\/01\/kommunikation-statt-information.html\">Fragen des Informationsbegriffes<\/a> aber auch <a href=\"http:\/\/www.uebertext.org\/2009\/04\/ein-weckruf.html\">der Zukunft von Bibliotheken<\/a> besch&auml;ftigt. <\/li>\n<li>In der <a href=\"http:\/\/www.libreas.eu\">Zeitschrift Libreas<\/a> findet sich ein <a href=\"http:\/\/www.libreas.eu\/ausgabe15\/texte\/002.htm\">Aufsatz zum Dokumentbegriff von Jakob Vo&szlig;<\/a> und unter dem sch&ouml;nen Titel <a href=\"http:\/\/www.libreas.eu\/ausgabe15\/texte\/010.htm\">&quot;Der Schnee von morgen. S\u00f8ren Brier schickt den Informationsbegriff in die semiotische Schmelze&quot;<\/a> eine Rezension des Buches von Brier.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der oben erw&auml;hnte Beitrag von Adrian Pohl <a href=\"http:\/\/www.uebertext.org\/2010\/01\/kommunikation-statt-information.html\">&quot;Kommunikation statt Information&quot;<\/a> hat mir nochmal deutlich gemacht, dass ich f&uuml;r mich keinen eindeutigen Informationsbegriff habe.<\/p>\n<p>Den angesprochenen Perspektivwechsel von Information zur Kommunikation halte ich zwar aus praktischen Gr&uuml;nden auch f&uuml;r n&ouml;tig, aber nicht weil sich der Kommunikationsbegriff einfacher fassen lie&szlig;e als der Informationsbegriff. Beide, wie auch deren &quot;Abgrenzung zu &#8218;Daten&#8216;, &#8218;Wissen&#8216;, &#8218;Kommunikation&#8216;, &#8218;Quelle&#8216;, &#8218;Text&#8216; oder gar &#8218;Schrift&#8217;&quot; oder auch Medium und Dokument (siehe <a href=\"http:\/\/www.libreas.eu\/ausgabe15\/texte\/002.htm\">Jakob Vo&szlig;<\/a>), f&uuml;r alle diese Begriffe gibt es unterschiedlichste Bestimmungen und damit auch unterschiedlichste gegenseitige Abgrenzungen.<\/p>\n<p>F&uuml;r mich hat z.B. die Definition von Information als &quot;einen Unterschied, der einen Unterschied macht&quot; von Gregory Bateson einen gewissen Charme, z.B. mit seiner N&auml;he zum Lernen, denn Lernen ist auch Unterscheiden (Dies ist mir durch den sch&ouml;nen <a href=\"http:\/\/asta.tu-harburg.de\/index.php\/de\/downloads\/doc_download\/19-lebenslanges-lernen-trotz-studium\">Vortrag von Wiebke Derboven zur Woche der Lebensentw&uuml;rfe mit dem Titel Lebenslanges Lernen<\/a> an der TUHH richtig bewusst geworden!). <\/p>\n<p>Ich w&uuml;rde auch nie von &quot;Wissensressourcen (die die Grundlage von Information sein k&ouml;nnen)&quot; sprechen, wie <a href=\"http:\/\/www.uebertext.org\/2010\/01\/kommunikation-statt-information.html#comments\">Till Kinstler in einem Kommentar zum Blog-Eintrag von Adrian Pohl<\/a>! F&uuml;r mich ist Wissen nur etwas, was sich in den K&ouml;pfen abspielt, man kann dies ver&ouml;ffentlichen als Information f&uuml;r andere, so das man Information auch als &quot;ver&ouml;ffentlichtes Wissen&quot; bezeichnen k&ouml;nnte (dies habe ich zuerst irgendwo in einem Text von <a href=\"http:\/\/gabi-reinmann.de\/\">Gabi Reinmann<\/a> gelesen!). Information hat f&uuml;r mich immer etwas Potentielles f&uuml;r den Rezipienten, je nachdem, ob er diese versteht oder nicht! Information als Teil der Kommunikation hat nach Luhmann also immer auch mit Selektion zu tun.<\/p>\n<p>Noch ein Aspekt, der mir immer wichtig ist, ist das im Informationsbegriff enthaltende Formgebende, das ich vor kurzem in den Schriften des Computer- und Medienk&uuml;nstler Lev Manovich, hier in vorbereitenden Texten f&uuml;r sein geplantes <a href=\"http:\/\/www.manovich.net\/IA\/\">Buch &quot;Info-aesthetics&quot;<\/a>, gelesen habe:<\/p>\n<blockquote><p>&quot;The contrast between form and information is one of the fundamental cultural dimensions which accompanies the shift from industrial to information society; or from modernism to what I would like to brand \u2018informationalism\u2019 [&#8230;] And yet, as the word inFORMation implies itself, there is a hidden form-making impulse in information society.&quot;<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&quot;Rather, info-aesthetics refers to various new contemporary cultural practices which can be best understand as responses to the new priorities of information society: making sense of information, working with information, producing knowledge from information.&quot;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und von hier ist dann ein Schwenk m&ouml;glich zur F&ouml;rderung von Informationskompetenz bzw. <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?s=informationskultur\">Informationskultur<\/a>!  \ud83d\ude0e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich in der Blog-Kategorie &quot;Philosophy of information&quot; bisher relativ oft anglo-amerikanische Autoren erw&auml;hnt habe (Ausnahme Rafael Capurro!), hier ein paar Hinweise auf philosophisch-theoretische Beitr&auml;ge zum Informations- und Bibliothekswesen aus deutschen Landen. 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