{"id":3008,"date":"2018-01-03T15:34:57","date_gmt":"2018-01-03T14:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=3008"},"modified":"2018-12-09T16:50:38","modified_gmt":"2018-12-09T15:50:38","slug":"open-access-und-oer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/open-access-und-oer\/","title":{"rendered":"Open Access und OER"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines <a href=\"https:\/\/www.campus-innovation.de\/programm\/referentinnen\/tina-ladwig.html\">HOOU Workshop zu &#8222;Open Access&#8220;<\/a> auf der Campus Innovation 2017 (Donnerstag, 23.11.2017) ging es um Fragen nach Schnittstellen und m\u00f6glichen Synergien zwischen Open Educational Resources (OER) und Open Access. Dies ist ein kurzer Bericht zum Impuls-Vortrag mit dem Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tub.tuhh.de\/wissenschaftliches-arbeiten\/files\/2018\/01\/Open-Access-OER-Hapke-Nov2017.pdf\">Open Access. Bibliothek in Zukunft?! \u2013 und was dies mit Open Educational Resources (OER) zu tun hat<\/a>&#8220; und von der daran ankn\u00fcpfenden Diskussion.<\/p>\n<p>Die Impulspr\u00e4sentation begann mit einer Sicht auf &#8222;Offenheit in Forschung und Lehre&#8220;, die aufgrund der st\u00e4ndig zunehmenden Digitalisierung und deren Einfluss auf die Hochschulbildung und das wissenschaftliche Publizieren sich in den Schlagw\u00f6rtern \u201eOpen Science\u201c und \u201eOpen Education\u201c manifestiert. In Hamburg illustrieren die laufenden Projekte \u201eHamburg Open Science\u201c (HOS) (B\u00fcrgerschaft Hamburg <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/59359\/haushaltsplan-2017-2018-einzelplan-3-2-der-beh%C3%B6rde-f%C3%BCr-wissenschaft-forschung-und-gleichstellung-programm-hamburg-open-science-hos-.pdf\">Drucksache 21\/10485 vom 26.09.2017<\/a>) und \u201e<a href=\"https:\/\/hoou.de\">Hamburg Open Online University<\/a>\u201c (HOOU) (<a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/59301\/hochschul%c3%bcbergreifendes-vorhaben-der-hamburg-open-online-university-hoou-.pdf\">Drucksache 21\/10426 vom 19.09.2017<\/a>) diese Schlagw\u00f6rter.<\/p>\n<p>Das in der Ank\u00fcndigung zur Impulspr\u00e4sentation zu findende &#8222;Bibliothek in Zukunft?!&#8220; umfasst die Frage der Verortung von Bibliotheken in diesen Open-Szenarien. Die Universit\u00e4tsbibliothek der TUHH, die tub., versucht in beiden Szenarien aktiv ihre Kompetenz z.B. bzgl. Repositorien, Schnittstellen, eindeutigen Identifikatoren und Metadaten im Bereich Informations-Infrastrukturen einzubringen, vgl. etwa <a href=\"https:\/\/openscience.tuhh.de\">https:\/\/openscience.tuhh.de<\/a>.<\/p>\n<p>Die tub. f\u00fchrte ein Early Bird Projekt im Rahmen der HOOU mit dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.hoou.de\/p\/2016\/02\/09\/wie-funktioniert-eigentlich-forschung\/\">Wie funktioniert eigentlich Forschung?<\/a>&#8220; durch. Als OER zum Wissenschaftlichen Arbeiten entstand unter anderen Ressourcen ein <a href=\"https:\/\/www.tub.tuhh.de\/wissenschaftliches-arbeiten\/\">Weblog<\/a>, das ein Bachelor-Seminar an der TUHH begleitet.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIm Jahre 2018 arbeitet die tub. an einem HOOU-Projekt &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tub.tuhh.de\/wissenschaftliches-arbeiten\/hoou-projekt-2018\/\">Wissenschaftliches Arbeiten \u00f6ffnen<\/a>&#8220; mit den Zielen einer Neukonzeption eines Bachelor-Seminars sowie der Erstellung von weiteren OER zum Thema. Praktische Rezepte zum wissenschaftliche Arbeiten, Reflexion \u00fcber das Funktionieren von Wissenschaft sowie Offenheit als Tugend machen Wissenschaft leichter zug\u00e4nglich &#8211; f\u00fcr Studierende, aber auch f\u00fcr alle, die in Alltag (oder etwa in der Politik) wissenschaftlich begr\u00fcndete Entscheidungen treffen m\u00fcssen. Eine globale Welt, die an Nachhaltigkeit orientiert ist, ist immer mehr auf Offenheit angewiesen.<\/p>\n<p>Kurz habe ich im Impulsvortrag auf ein OER als Lernprodukt aus dem Seminar &#8222;Wissenschaftliches Arbeiten&#8220; hingewiesen, eine Open Access Publikation mit Texten von Ingenieur-Studierenden zur Zukunft von Bibliotheken:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.15480\/882.1425\">Bibliothek in Zukunft?! Texte von Studierenden zum Wandel von Bibliotheken. Aus dem Bachelor-Seminar &#8222;Wissenschaftliches Arbeiten&#8220; an der TU Hamburg<\/a> \/ hrsg. von Thomas Hapke. Hamburg: TUHH Universit\u00e4tsbibliothek, 2017,<\/p>\n<p>das  \u00e4hnlich wie die im Workshop vorgestellten <a href=\"https:\/\/www.ruvival.de\/reading\/\">&#8222;Lernprodukte&#8220; aus dem HOOU-Projekt RUVIVAL<\/a> \u00fcber das von der tub. betriebene <a href=\"https:\/\/tubdok.tub.tuhh.de\/\">Open Access Repository tub.dok<\/a> der TUHH verf\u00fcgbar ist und das zudem einen inhaltlichen R\u00fcckgriff auf den oben genannten Teil des Titels des Impuls-Vortrages gestattete.<\/p>\n<p>Die Impulspr\u00e4sentation, schwerpunktm\u00e4\u00df zum Thema Open Access &#8211; siehe auch <a href=\"https:\/\/www.tub.tuhh.de\/publizieren\/openaccess\/\">das Thema auf der Website der tub. Hamburg<\/a> &#8211; sollte im Workshop einer Diskussion vorbereiten, wo es um folgende Fragen geht:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie passen OER und Open Access zusammen?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen OER die f\u00fcr Open Access vorhandene Informations-Infrastruktur nutzen?<\/li>\n<li>Wie und was kann die OER-Bewegung von der Open Access Bewegung lernen? Und umgekehrt?<\/li>\n<li>Unterscheiden sich, und wenn ja wie, OER von via Open Access publizierten Dokumenten?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Einige Stichpunkte aus der Diskussion:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Qualit\u00e4t ist sowohl bei OA als auch OER ein Thema. Peer Review ist auch als offenes Peer Review m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Wichtiger Aspekt von Offenheit beim Forschen und Lehren: Einfluss der Pers\u00f6nlichkeit!? (Vgl. ZBW MediaBlog: <a href=\"https:\/\/www.zbw-mediatalk.eu\/2017\/09\/open-data-wie-beeinflusst-die-persoenlichkeit-das-teilen-von-forschungsdaten\/\">Wie beeinflusst die Pers\u00f6nlichkeit das Teilen von Forschungsdaten?<\/a>)<\/li>\n<li>Gibt es hochschuleigenes Wissen? Auch ein generelles juristisches Problem, vgl. die <a href=\"https:\/\/irights.info\/artikel\/verfassungsgericht-prueft-open-access-pflicht\/28820\">Auseinandersetzungen zur Ver\u00f6ffentlichungspflicht via Open Access in Konstanz<\/a>. Offenheit auch abh\u00e4ngig von Fachgebieten und anderen Kontexten (etwa Industrieforschung), wo Patente und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen.<\/li>\n<li>Rechtliche Fragestellungen gewinnen immer mehr an Bedeutung beim Publizieren. Und welche \u00c4u\u00dferung im Netz ist heute keine Publikation?<\/li>\n<li>Bibliotheken sind immer mehr auch als Verlage anzusehen, die in ihren Open Access Repositorien Werke aus ihren Heimat-Institutionen ver\u00f6ffentlichen. Beim gr\u00fcnen Weg von Open Access w\u00e4re dies dann eine Zweitver\u00f6ffentlichung. Bei der Qualit\u00e4t der Ver\u00f6ffentlichungen in den Repositorien der Bibliotheken bauen Bibliotheken sicher zur Zeit noch eher darauf, dass die Angebote aus der jeweiligen Heimatinstitution diese Qualit\u00e4t von sich aus auch mitbringen, ohne dass sie sich eigene Services zur Kontrolle inhaltlichen Qualit\u00e4t von Publikationen leisten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Bibliotheken nerven ja oft mit Fragen nach der Datenqualit\u00e4t, sie sehen hier aber auch ihre fast wichtigste Rolle:<br \/>\n<strong>In einer idealen Welt der digitalen Dokumente (Publikationen, Forschungsdaten, OER usw.)<\/strong> sind die unterschiedlichen &#8222;Dokumente&#8220;, Objekte, Dateien usw. (je nach gew\u00fcnschter Granularit\u00e4t!) jeweils mit unterschiedlichsten, beschreibenden Metadaten versehen. Sowohl die einzelnen Objekte sind \u00fcber eindeutige Identifikatoren (etwas DOI oder andere Handles) direkt zu nutzen, als auch die einzelnen beschreibenden Metadaten-Elemente sind \u00fcber einen Uniform Resource Identifier (URI), siehe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uniform_Resource_Identifier\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uniform_Resource_Identifier<\/a>, direkt und einzeln zu nutzen, etwa ist f\u00fcr jeden Autor seine ORCID, siehe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/ORCID\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/ORCID<\/a>, angegeben, so dass direkt auch nach weiteren Objekten des spezifischen Autors gesucht werden kann. Vgl. zu Metadaten von OER auch meinen Text: \u201e<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.15480\/882.1492\">How we bec[o]me metadata\u201c \u2013 Beschreiben, Finden, Weitergeben und Ver\u00e4ndern von Open Educational Resources<\/a>. <a href=\"https:\/\/www.synergie.uni-hamburg.de\/\">Synergie : Fachmagazin f\u00fcr Digitalisierung in der Lehre<\/a>. #04 2017. S. 58-61<\/li>\n<li>Hinsichtlich der Unterschiede zwischen OER und via Open Access publizierten Dokumenten ist sicher die bei OER intendierte Weiterverarbeitung der Objekte als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu nennen. Eine funktionierende Versionenkontrolle ist hier sicher noch wichtiger als bei herk\u00f6mmlich Open Access publizierten Objekten. Nannte man im Print-Bereich eine neue Version noch &#8222;Auflage&#8220; ist bei OER die Frage zu stellen, was eine neue Version genau ist, etwa eine bestimmte Zeitscheibe einer sich st\u00e4ndig weiter entwickelnden bzw. ver\u00e4ndernden OER. Bzw. wann eine Version keine Version eines Werkes mehr ist, sondern schlicht ein neues Werk. Viel Stoff zur Reflektion f\u00fcr Philosophierende, aber auch f\u00fcr juristisch Interessierte. \ud83d\ude0e<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines HOOU Workshop zu &#8222;Open Access&#8220; auf der Campus Innovation 2017 (Donnerstag, 23.11.2017) ging es um Fragen nach Schnittstellen und m\u00f6glichen Synergien zwischen Open Educational Resources (OER) und Open Access. 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