{"id":828,"date":"2011-02-19T19:18:16","date_gmt":"2011-02-19T18:18:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=828"},"modified":"2019-07-16T11:59:51","modified_gmt":"2019-07-16T10:59:51","slug":"zur-wahrheit-nehmung-des-internets-never-better-better-never-oder-ever-waser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/zur-wahrheit-nehmung-des-internets-never-better-better-never-oder-ever-waser\/","title":{"rendered":"Zur Wahrheit\/-nehmung des Internets: Never-Better, Better-Never oder Ever-Waser?!"},"content":{"rendered":"<p>In der <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/\">Zeitschrift &quot;The New Yorker&quot;<\/a> hat der Autor <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Adam_Gopnik\">Adam Gopnik<\/a> unter dem Titel &quot;<a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/arts\/critics\/atlarge\/2011\/02\/14\/110214crat_atlarge_gopnik\">The Information : How the Internet gets inside us<\/a>&quot; eine interessante Beschreibung gegeben, wie heutzutage das Internet in seiner Wirkung auf Alltag, Mensch und Welt beurteilt wird. Er unterscheidet dabei drei Kategorien von Stellungnahmen, die von Never-Betters, Better-Nevers oder Ever-Wasers.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIch selbst finde mich eigentlich &#8211; immer wieder mal wechselnd &#8211; in allen drei Kategorien wieder. Als <strong>Never-Better<\/strong> denke ich an die vielen M\u00f6glichkeiten, die uns die digitale Technik erm&ouml;glicht und ohne die ich z.B. nie Teil der Information-History-Community geworden w&auml;re. Als <strong>Better-Never<\/strong> sehe ich doch vielf&auml;ltige Ver&auml;nderungen im eigenen Informationsverhalten, die zum Beispiel das Lesen, Wahrnehmen und Erkennen betreffen, und es ist fraglich, ob sich dies alles in eine positive Richtung ver&auml;ndern wird. Spannend dazu ist das Buch von <a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/epcd\/faculty\/wolf.asp\">Maryanne Wolf<\/a> <a href=\"http:\/\/gso.gbv.de\/DB=2.2\/PPNSET?PPN=632838221\">&quot;Das lesende Gehirn : wie der Mensch zum Lesen kam &#8211; und was es in unseren K&ouml;pfen bewirkt&quot;<\/a> (Heidelberg : Spektrum, Akad. Verl., 2010) zu lesen. Als Better-Never werden in dem Artikel Nicholas Carr und sein Buch &quot;<a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,6094108,00.html\">Wer bin ich, wenn ich online bin &#8230; und was macht mein Gehirn solange?<\/a> : Wie das Internet unser Denken ver&auml;ndert&quot; (M&uuml;nchen : Blessing, 2010) eingeordnet. <\/p>\n<p>Als <strong>Ever-Waser<\/strong> ist einem als historisch Angehauchter eigentlich immer bewusst, dass viele heutige Probleme auch fr&uuml;her nicht anders empfunden wurden. Klassisch ist das Beispiel eines anderen Medienbruches, das Aufkommen des Buchdrucks, der zu &auml;hnlichen Reaktionen von Zeitgenossen f&uuml;hrte, wie sie auch heute zu beobachten sind, so z.B. das Klagen &uuml;ber die Informationsflut bzw. die Empfindung des &quot;Information Overloads&quot;. Als Beispiel wird im Artikel das Buch von <a href=\"http:\/\/history.fas.harvard.edu\/people\/faculty\/blair.php\">Ann Blair<\/a> genannt: &quot;Too Much to Know: managing scholarly information before the modern age&quot; (New Haven: Yale University Press, 2010). Auch die Aktivit&auml;ten von <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=288\">Paul Otlet<\/a> lassen sich als das Konziperen eines Internets auf Papier ansehen und unterst&uuml;tzen damit die Sicht eines Ever-Waser.<\/p>\n<p>Einen Weg mit dem Information Overload fertig zu werden, ist &uuml;brigens auch das Schreiben, worauf <a href=\"http:\/\/www.leuphana.de\/martin-warnke.html\">Martin Warnke<\/a> in seinem gerade erschienenen Buch &quot;Theorien des Internet zur Einf&uuml;hrung&quot; (Hamburg: Junius Verlag, 2011), Niklas Luhmann zitierend, hinweist (S. 157). Das eigene Schreiben, wie heutzutage Tweets und Blog-Eintr&auml;ge schreiben, unterst&uuml;tzte schon immer das Lesen (lernen). Schon in klassischen Ratgebern zum wissenschaftlichen Arbeiten ist dies zu finden.<\/p>\n<p>Zur Wahrnehmung des Internets gibt es also viele  &quot;Wahrheiten&quot;! Apropos Wahrheit: <a href=\"https:\/\/www.edge.org\/response-detail\/10395\">&quot;Wahrheit ist nur ein Modell&quot;<\/a> schreibt <a href=\"http:\/\/ng.cba.mit.edu\/\">Neil Gershenfeld<\/a> auf die Frage &quot;<a href=\"https:\/\/www.edge.org\/annual-question\/what-scientific-concept-would-improve-everybodys-cognitive-toolkit\">What scientific concept would improve everybody&#8217;s cognitive toolkit?<\/a>&quot; (Hinweis gefunden in der Wochenzeitung <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/04\/index\">Die Zeit Nr. 4 vom 20.1.2011<\/a> auf S. 31 in der w&ouml;chentlichen Rubrik Halbwissen, leider nicht online!)). Der kurze Zeit-Beitrag weist auch noch auf die Antwort von <a href=\"http:\/\/www.cpt.univ-mrs.fr\/~rovelli\/\">Carlo Rovelli<\/a> auf die gleiche Frage auf der Website von <a href=\"http:\/\/www.edge.org\/\">Edge<\/a> hin: <a href=\"https:\/\/www.edge.org\/response-detail\/10314\">&quot;Die Nutzlosigkeit von Gewissheit&quot;<\/a>. Dies gilt sicher auch f&uuml;r die Wahrheit, &auml;h Wahrnehmung, des Internets!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Zeitschrift &quot;The New Yorker&quot; hat der Autor Adam Gopnik unter dem Titel &quot;The Information : How the Internet gets inside us&quot; eine interessante Beschreibung gegeben, wie heutzutage das Internet in seiner Wirkung auf Alltag, Mensch und Welt beurteilt &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/zur-wahrheit-nehmung-des-internets-never-better-better-never-oder-ever-waser\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7,5,3,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=828"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3132,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828\/revisions\/3132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=828"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=828"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hapke.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=828"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}