{"id":960,"date":"2011-06-01T18:54:04","date_gmt":"2011-06-01T17:54:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hapke.de\/?p=960"},"modified":"2011-06-02T12:14:48","modified_gmt":"2011-06-02T11:14:48","slug":"informationskompetenz-kritisch-betrachtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hapke.de\/information-literacy\/informationskompetenz-kritisch-betrachtet\/","title":{"rendered":"Informationskompetenz kritisch betrachtet"},"content":{"rendered":"<p>In einem l&auml;ngeren <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/22\/DOS-G8\">Artikel in der Wochenzeitung &quot;Die Zeit&quot; vom 26. Mai 2011 mit dem Titel &quot;Liebe Marie&quot;<\/a> beschreibt Henning Sussebach die Problematik und Konsequenzen der Schulzeitverk&uuml;rzung von 9 auf 8 Jahre am Gymnasium. Dort finden sich auch folgende S&auml;tze, die mit einem Zitat des P&auml;dagogen Andreas Gruschka beginnen (S. 17):<\/p>\n<blockquote><p>&quot;Er [Gruschka] sagt: &#8218;Die Kinder heute lernen Organisation und Pr&auml;sentation.&#8216; Referate, Wochenpl&auml;ne \u2013 er h&auml;lt das alles f&uuml;r eine Vorbereitung auf ein kritikloses B&uuml;roleben, in dem der Chef in der T&uuml;r steht und sagt: &#8218;Frau M&uuml;ller, stellen Sie mir bis Freitag bitte alles \u00fcber die indischen M&auml;rkte zusammen!&#8217;&quot;<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir ist hier mal wieder bewusst geworden, dass man nicht nur die Praxis von <a href=\"http:\/\/blog.hapke.de\/?s=kritisch\">Informationskompetenz-Aktivit&auml;ten von Bibliotheken kritisch betrachten<\/a> kann, sondern insgesamt die Inhalte von Informationskompetenz kritisch hinterfragen muss.<\/p>\n<p>Es geht nicht unbedingt darum, dass aufgrund von Informationskompetenz Sch&uuml;lerInnen und Studierende besser in der Arbeitswelt &quot;funktionieren&quot;, sondern darum, dass sie gef&ouml;rdert werden, ihre Nutzung von Informationsressourcen kritisch zu reflektieren: Warum nutzen so viel Google und welche Gefahren sind damit verbunden? Warum sind viele Datenbanken kostenlos? Wie ist die gefundene Information entstanden und wie zuverl&auml;ssig ist diese?<\/p>\n<p>Am Schluss <a href=\"http:\/\/www.ib.hu-berlin.de\/~libreas\/libreas_neu\/ausgabe17\/texte\/01hapke.htm\">eines Aufsatzes<\/a> zitierte ich mal aus einem <a href=\"http:\/\/escholarship.org\/uc\/item\/6vm6s0cv\">Interview mit dem amerikanischen Informationstheoretiker Ronald Day (vgl. Day, Ronald E. and Ajit K. Pyati (2005): &#8218;We Must Now All Be Information Professionals&#8216;: An Interview with Ron Day. In: InterActions: UCLA Journal of Education and Information Studies, 1(2), Article 10)<\/a>, das genau das, was das Zitat aus der Zeit meint, thematisierte:<\/p>\n<blockquote><p>&quot;We don\u2019t need to interpret information, we don\u2019t need to ask how it is produced, we don\u2019t need to ask any question of its powers; we simply need to make use of it. [&#8230;]<br \/>\nInformation, in this sense, has connotations of efficiency and of productivity[&#8230;]<br \/>\nWe are always responsible, whether we want to be or not, in a larger sense than our institutional and professional roles. That is, we are always in response to other human beings and to other beings in general. We are in-formed, that is, always within processes of being formed by our way of responding. \u201aIn-formation\u2019 in this sense, as \u2018affective\u2019 and becoming is inseparable from \u2018communication\u2019 &#8211; in the sense of responding within the condition of being in-common.&quot; (S. 3 und S. 7)<\/p><\/blockquote>\n<p>Beim Bibliothekartag n&auml;chste Woche in Berlin h&auml;lt <a href=\"http:\/\/www.abstractserver.de\/biblio2011\/planner\/index.php?go=abstract&#038;action=abstract_iplanner&#038;absno=756&#038;\">Wilfried S&uuml;hl-Strohmenger aus Freiburg einen vielversprechenden Vortrag mit dem Titel &quot;F&ouml;rderung von Informationskompetenz durch Bibliotheken &#8211; Aus berufsethischer Sicht&quot;<\/a>. Prim&auml;r geht es hier wohl um die Problembereiche des Urheberrechts und des Plagiarismus. Aber die spannende Frage, ob durch Form und Inhalt von bestehenden Informationskompetenz-Aktivit&auml;ten eher &quot;funktionierende&quot;, statt kritische B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger das Ergebnis sind, w&auml;re f&uuml;r mich auch eine berufsethische!?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem l&auml;ngeren Artikel in der Wochenzeitung &quot;Die Zeit&quot; vom 26. Mai 2011 mit dem Titel &quot;Liebe Marie&quot; beschreibt Henning Sussebach die Problematik und Konsequenzen der Schulzeitverk&uuml;rzung von 9 auf 8 Jahre am Gymnasium. 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